NuKLA Geschenkempfehlung für Weihnachten !

38. & 44.  Klassisches Kartoffel Konzert

Lässt sich das Haar in der Suppe spalten?

Biobauern sind raffiniert. Die müssen viel weniger arbeiten, weil sie ja nicht so viel Gift auf dem Acker verteilen dürfen. Sie bekommen – wenn man sich die Preise anschaut – wahrscheinlich mehr Geld in die Kasse als normale Bauern. Die Ausgaben für Insektizide, Pestizide und Ähnlichen haben sie ja obendrein eingespart. Und außerdem verkaufen sie an Kartoffeln und Möhren gleich noch eine gute Portion Mutterkrume mit. Können die ihr Gemüse nicht ins Laugenbad tun wie die konventionellen Bauern, damit es sauberer ist als mein Hemdkragen? Halten Sie das bitte nicht für Ironie. Je nachdem wie viel ich koche, putze ich mein Biogemüse immer im Geschirrspüler oder in der Waschmaschine. Wenn mir etwas nicht ausreichend pasteurisiert erscheint, wird es gleich daneben im Trockner oder Ofen hoch erhitzt, damit auch wirklich alles entkeimt und schon tot ist. Sicher ist sicher. Natürlich verwende ich weniger Spülmittel beim Putzen. Es heißt zwar, „Was dich nicht umbringt, macht dich härter“, aber ich traue ja nicht blind jedem Gift.

Manche jedoch zweifeln selbst die klarsten herkömmliche Wahrheiten an. Dabei weiß doch jeder, dass beispielsweise in Spinat viel Eisen steckt. Hat auch die alte Kinderärztin meiner Sprösslinge bestätigt. Ich wusste es schon durch die Popeye-Trickfilme. Das kann doch unmöglich ein Kommafehler in irgend so einer alten Schwarte sein! Ich glaube, diese Zweifler sind alle Vegetarier. Weil die behaupten dann gleich auch noch immer, dass im Fleisch nicht sonderlich viel Eisen wäre, nur in Schweineleber.

Neulich horte ich sogar, dass das Sprichwort „Wenn du schön aufisst, scheint morgen die Sonne“ falsch sein soll. Da lachen ja die Hühner! Auf Plattdeutsche heißt das „Wenn du dien Teller leer ittst, dann gifft dat morgen goodes wedder.“ Und nun behaupten diese Spinner, das hieße „Wenn du deinen Teller leer isst, dann gibt es morgen wieder etwas Gutes.“ Verrückt, oder?!

Aber das Schlimmste ist der Wald. In Ecuador soll so ein Nationalpark abgebaggert werden, weil da Erdöl entdeckt wurde. Wahrscheinlich nur, weil in den USA ein paar Dakota-Indianer gegen eine Pipeline demonstrieren und das auf Facebook und so ziemlich populär wurde. Egal. Zurück zu dem Nationalpark, denn die haben Recht. Klar brauchen wir das Öl, wenn wir auch noch aus der Stromgewinnung aus Kohle aussteigen wollen. Aber bloß, weil wir in Europa unsere natürlichen Urwälder schon vor Jahrhunderten fast vollständig abgeholzt haben, dürfen die das in Südamerika noch lange nicht. Die sollten mal an unser Klima denken.

Genauso hier bei uns im Auwald: Selbstverständlich müssen da alte Eschen und so abgeholzt werden. Erstens bringt das gutes Geld in die Stadtkasse, und zweitens will ich auch bei Wind und Wetter da spazieren gehen, ohne dass mir eventuell ein Ast auf den Kopf rauscht. Falls Sie das anders sehen, können Sie ja so ein Benefizkonzert zu Gunsten des Auwaldes besuchen. Da gibts danach immer ein Kartoffelgericht zu essen, wahrscheinlich bio…

38. KlassischesKartoffelKonzert: Sonntag, 28. Januar 2018 um 17 Uhr in der Alten Börse, Naschmarkt. Klavierduo tastiera armonica                          Frank Willberg


Ticketpreise unter http://www.nukla.de/klassische-kartoffel-konzerte/reservierung/

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