Premierenkonzert Uschi Brüning & Stephan König

Achtung: die Premiere (29.04.) muss aus Krankheitsgründen (OP Uschi) leider verschoben werden. Neuer Termin: 02.09.18, 17 Uhr, Alte Börse Leipzig. Bereits erworbene Tickets behalten ihre Gültigkeit (für 02.09.), Karten können aber auch zurückgegeben werden. Die Karten können auch eingetauscht werden gegen ein Ticket für das Alternativ-Konzert am 29.04., 17 Uhr: Stephan König, Klavier Solo „Improvisationen zu Filmmusiken“ – Filmmusiken von Charlie Chaplin, Yann Tiersen, John Williams u.a.Irren ist unmenschlich

Die Fehlbarkeit des Menschen ist ein alter Hut. Schon die Bibel hängt uns reichlich Schwächen an, so als würden wir eine Sünde nach der anderen begehen. Weil wir gar nicht anders können. Dafür haben die Katholiken den Beichtstuhl erfunden, wo im Prinzip alles vergeben wird. Alles. Dementsprechend neidisch sind die Protestanten, weil sie keinen haben und weil bei ihnen die Schwäche und Schuld des Menschen vor Gott felsenfest steht. Nur ein demütig fleißiges und gottgefälliges Leben kann das Urteil vielleicht mildern, wenn es ins Paradies geht. Dort im Himmel beim lieben Gott zu Hause ist dann natürlich alles perfekt. Aber ist unser Tun auf Erden so zweitrangig, unwichtig und minderwertig? Ich finde nein. Nicht dass wir keine Fehler machen, aber ich will und kann diese nicht als unvermeidlich abtun. Und mir stellt sich die Frage, ob Irren tatsächlich so  menschlich ist. Ein anderes geflügeltes Wort lautet: Es läuft wie eine Maschine (oder ein Uhrwerk). Nicht nur Gott, sondern auch die Maschinen seien uns demnach die eine oder andere Nasenspitze voraus. So ein Quatsch! Ein Freund von mir arbeitet bei Bosch in der Produktion als Springer und hat jede Menge Erfahrungen mit allen möglichen Maschinen. Und selbstverständlich machen die Fehler. Die eine mehr, die andere weniger. Das lässt sich nicht immer wirklich gut erklären, ist aber trotzdem so. Warum übernehmen wir Menschen nicht selbstbewusst die volle Verantwortung für unser Tun und versuchen ernsthaft, das Richtige zu tun, wie es im englischen Sprachgebrauch verankert ist? „Do the right thing!“ Der Vergleich mit einem Gott oder Maschinen hilft dabei wenig und ist regelrecht sinnlos, wenn wir uns verbessern wollen. „Make a difference!“ Es ist nunmal unser riesiger Vorteil, ein Bewusstsein zu besitzen. Wir machen nicht „einfach“ Fehler wie Tiere oder Maschinen. Wir können in jedem Fall darüber reflektieren und es beurteilen. Und wir können es besser machen. Wer das nicht hinbekommt oder zumindest ernsthaft versucht, dem zeige ich „gern“ den Weg zur echten Hölle. Denn es geht mir tatsächlich gewaltig auf die Nerven, wenn zum Beispiel der Naturschutz unseres Auwaldes missachtet wird, bloß um Touristen anzulocken oder mit dem Holz gefällter Baumriesen Geld zu machen. Das ist tatsächlich minderwertiges fehlgeleitetes Tun gegen das anerkannte Prinzip Naturschutz. Leider. Aber es lässt sich ändern. Auch wenn wir über den wahrhaft richtigen Weg vielleicht streiten. Wer sich mit Kultur und Kartoffelschmaus zum Auwald bekennen und seinen Schutz fördern möchte, kann dies Ende April mal wieder in der Alten Börse tun…

40. Klassisches Kartoffel Konzert: Sonntag, 2. September  2018 um 17 Uhr in der Alten Börse, Naschmarkt. „Herzenslieder“ Uschi Brüning (Gesang) und Stephan König (Klavier) 

Text: Frank Willberg

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