Auenökologiesymposium

Absage

4. Internationales Leipziger Auenökologiesymposium

Da uns die aktuellen Corona Hygiene- und Abstandsregelungen auch noch Mitte September beschäftigen  und damit den Ablauf und die Atmosphäre unseres Symposiums gravierend beeinträchtigen würden, haben wir uns entschlossen, unsere diesjährige Veranstaltung vom 20. bis 23. 9.20 jetzt abzusagen.

Wir werden statt dessen für den nächsten September einen erneuten “Anlauf” nehmen.

Mit Dank für Ihr Verständnis und auf Ihre Teilnahme in 2021 hoffend, verbleiben wir mit freundlichen Grüßen!

NUKLA Organisationsteam

Wir behalten uns vor, in der genannten Zeit dennoch Exkursionen anzubieten. Beachten Sie bitte unsere Fotoausstellung in der VHS zu Leipzig, welche von der Absage unberührt bleibt. Die Ausstellung beginnt im September, bis dahin ist die Ausstellung in der Apobank Leipzig, Richard-Wagner-Straße zu sehen.


Das Auenökologiesymposium

Zusammen mit der sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt haben wir vom NuKLA e.V. vom 31.05. – 02.06.2017 im Rahmen der 4. AULA-City-Tagung das erste Internationale Leipziger Auenökologiesymposium ins Leben gerufen. Neben interessanten Vorträgen anerkannter Wissenschaftler gab es auch begleitende Exkursionen in den Leipziger Auwald sowie eine Podiumsdiskussion als Finale. Kernfrage des Auenökologiesymposium war es, ob und wie man dem Ökosystem Auwald mehr regelmäßige Flutungen zukommen lassen könnte.

Zur Erinnerung: dem Leipziger Auwald fehlt schon seit Jahrzehnten eine natürliche Hochwasserdynamik. Bereits seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert trugen etliche Baumaßnahmen für Hochwasserschutz als auch zur Gewinnung von Bauland dazu bei, dass weite Flächen der Aue immer mehr austrocknen, was bedeutet, dass dieser Lebensraum immer mehr bedroht ist und zahlreiche streng geschützte Arten ihre Lebensgrundlagen verlieren – auch heute noch.

Zwar gab und gibt es mehrere Projekte, bei denen versucht wurde und wird, Teile des Leipziger Auwaldes wieder zu vernässen (Burgauenbach, Paußnitzflutung, Lebendige Luppe), aber diese zeigen kaum Wirkung (Burgauenbach) oder vernässen nur kleinere Areale. Doch reicht es aus, ein paar Flächen hin und wieder künstlich zu fluten und den Hauptteil des Auwaldes weiter trocken fallen zu lassen? Wäre es nicht effizienter und auch einem nachhaltigen, modernem Hochwasserschutz dienlich, den Flüssen mehr Raum zugunsten einer natürlichen Hochwasserdynamik zu geben? Es würde für uns langfristig nicht nur den Erhalt eines wunderbaren Lebensraumes bedeuten, sondern auch die Qualität unseres Wassers in Leipzig erhöhen, und gutes Wasser ist auch für uns Menschen eine lebenswichtige Ressource.

Es gibt Ideen, es gibt Ansätze, es gibt Möglichkeiten dazu. Einige Musterprojekte aus anderen Regionen wurden ebenfalls auf der Tagung vorgestellt: es ist viel möglich wenn man nur will!