Was ist Wahrheit

Eine kleine Hilfe in schwierigen Zeiten

Immer wieder kommt es zu Situationen, in denen man glaubt, sich Informationen einholen zu müssen, um sich gut orientieren  und sich eine eigene Haltung erarbeiten zu können.        Abgesehen davon, dass es in jedem Falle gut ist, diese Orientierung vor allem in sich selbst zu suchen (was will ich), und dazu benötigt man Zeit und Ruhe!, können Expertenmeinungen dazu verhelfen, sein Was-will-ich breiter und mit sachlichen Argumenten gestützt aufzustellen (was vor allem dann gebraucht wird, wenn im Bedarfsfall die eigene Haltung begründet werden muss)  – oder man kann sich von “Expertenmeinungen” völlig verunsichern zu lassen.

Deshalb hier ein kleines Kriterienregister bzw. Fragen, deren Beantwortung ein Abschätzen der Vertrauen Weiterlesen

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Kolumne: Kleines Leben im großen Streit

Kolumne der KlassischeKartoffelKonzerte                             von Frank Willberg

Kleines Leben im großen Streit

Mikrobiologen lieben diesen Trick: Sie nehmen einen Esslöffel Erdreich und verkünden, darin seien mehr Lebewesen als es Menschen auf der Erde gibt! Stimmt ja auch. Unser Planet wird hauptsächlich von Insekten und noch viel kleineren Lebensformen bevölkert. Allein in unserem Darm leben viele Billionen Bakterien. Billionen – das ist eine Zahl mit zwölf Nullen! Schon die Zahl der Bakterienarten, die im oder auch an einem menschlichen Körper ihr zu Hause haben, wird auf 10.000 geschätzt. Unglaublich.

Daraus muss der Schluss gezogen werden, dass das Leben nicht keimfrei ist. Kein Problem, denn viele der kleinen Bakterien sind unsere Freunde. Sie sind Teil unseres Lebens. Tagtäglich. Desinfektionstücher könnten wir getrost stecken lassen. Zum Beispiel wären das Verdauen und unsere Immunabwehr ohne Darmflora – die oben erwähnten Billionen von Darmbakterien – unmöglich.

Aber Bakterien leiden unter einem zweifelhaften Ruf. So verweisen Naturheilpraktiker oft darauf, dass Zucker ein saures Milieu im Darm erzeugt, woraufhin gutartige Bakterien von ihren etwas bösartigeren Geschwistern verdrängt werden, so dass unsere Körperabwehr geschwächt ist. Verändert sich das Milieu, gedeihen beispielsweise Schimmelkulturen oder Pilze oder einfach weniger freundliche Bakterien. Nicht überall lauern böse Keime oder Krankheitserreger. Wenn Lebensmittel verderben oder Tiere sterben oder Bäume umstürzen, sorgt eine Armada von Kleinstlebewesen für ihre Zersetzung. Der Kreislauf des Lebens schafft Platz für neues Leben.

Nun ist sicher leicht verständlich, dass wir nicht gern an unsere Vergänglichkeit erinnert werden. Aber es ist trotzdem so. Und wenn unser Immunsystem nicht stark und gewappnet ist, kann Corona oder auch Influenza unser Ende bedeuten. Dagegen gibt es keine 100%ige Versicherung. Eine geschwächte Körperabwehr, Vorerkrankungen, Medikationen mit Nebenwirkungen, hohes Alter – es gibt einfach Risikogruppen für diverse Erreger, mit denen die meisten anderen Menschen relativ gut klarkommen.

So wie die meisten Kleinkinder mit den meisten Kinderkrankheiten meistens gut klarkommen. Impfkritiker betonen seit langem, dass die schweren Krankheitsverläufe vor allem bei erwachsenen Menschen aufträten. Und Erwachsene bekommen Kinderkrankheiten letztlich auch, weil sie sie als geimpfte Kinder „verpasst“ haben. Wer jedoch zum Beispiel Masern oder Röteln als Kind durchgemacht hat, erkrankt dank des durch diese Erfahrung gestärkten Immunsystems statistisch seltener an Krebs.

Aber ein Restrisiko bleibt – bei Kinderkrankheiten wie bei Grippeviren. Und mit ihm ein mulmiges Gefühl. Was mich an Corona (wie auch beim Impfen) allerdings ziemlich irritiert, ist unsere kaum vorhandene Diskussionskultur. Wenn ich mich heute mit einem Freund treffen will, werde ich gleich als wahnsinnig diffamiert. Wenn ich nur darauf verweise, dass die normale Grippe in Deutschland jeden Winter zehn- bis zwanzigtausend Todesopfer fordert, ohne dass allgemeine Bestürzung oder Panik ausbricht, muss ich mindestens lauthalsige Empörung über mich ergehen lassen.

Mag sein, nicht jeder Zweifel bereichert eine Diskussion. Aber sollten wir eine Diskussion nicht besser aushalten und sachlich führen, anstatt unerwünschte Standpunkte empört niederzuschreien, abzuwürgen oder in den Schmutz zu ziehen? Seit wann folgt die Wahrheit einem schwarz-weißen Muster? Und es ist doch wohl kaum alles automatisch richtig, bloß weil es gerade relativ viele andere Menschen für richtig halten. Gegenargumente verdienen Gehör.

Mit der Wahrheit im Auwald ist es nicht viel anders. Vor allem ein auwaldtypisches feuchtes Milieu würde diesem wertvollen und besonderen Ökosystem helfen. Aber der Stadtförster pflanzt lieber richtige Bäume ins falsche, weil zu trockene Milieu. NuKLA setzt sich mit den Erlösen der KlassischenKartoffelKonzerte für den Auwald ein. Aber wegen der Corona-Angst wird das nächste wahrscheinlich verschoben oder muss ausfallen…

47. KlassischenKartoffelKonzert: Sonntag, 26. April 2020 um 17 Uhr in der Paul-Gerhardt-Kirche, Selneckerstraße Connewitz. „Grand Tour – eine Reise durch die europäischen Zentren des Barock“ mit Dorothee Oberlinger (Blockflöte) und dem Leipziger Barock-Konsort

https://www.nukla.de/47-konzert-grand-tour/

Frank Willberg

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46. NuKLA Konzert am 22.3.20 findet NICHT statt/ Update

Update: Montag 17.45 Uhr:                                                                            Auf Grund der Vereinbarung zwischen der Bundesrepublik und der Bundesländer vom 16. März steht die Alte Börse als  Veranstaltungsort derzeit nicht zur Verfügung. Deshalb wird unser Konzert verschoben. Wir werden zu gegebener Zeit einen Ersatztermin bekanntgeben. Gekaufte Tickests behalten ihre Gültigkeit, können aber auch, entsprechend den Geschäftsbestimmungen des Verkäufers, umgetauscht oder zurückgegeben werden. https://www.nukla.de/2020/03/46-nukla-konzert-am-22-3-20-findet-statt/

Update: Samstag, 10.45 Uhr

Wir informieren: das 46. KlassischeKartoffelKonzert am Sonntag, 22.3.20, soll aus heutiger Sicht um 17 Uhr wie geplant in der Alten Börse stattfinden.

Inkl. aller Beteiligten, Künstler, Betreuer und Besucher wird die derzeit geltende Grenze von 200 Personen für nichtmeldepflichtige Veranstaltungen unterschritten bleiben. Wir haben trotzdem vorsorglich das Gesundheitsamt in Kenntnis gesetzt.

Nutzen Sie die Chance, kulturelles Leben in der Musikstadt Leipzig aufrecht zu erhalten und besuchen Sie unser Konzert, wir freuen uns auf Sie!

Konzertvorschau: https://www.nukla.de/klassische-kartoffel-konzerte/

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Peter Wohlleben an NuKLA:

„Der Verein NuKLA ist für mich das schönste Beispiel in Sachen Demokratie: Es zählt nicht, nur alle vier Jahre ein Kreuzchen auf dem Wahlzettel zu machen, sondern sich auch zwischendrin ständig für das gemeinsame Eigentum einzusetzen.
NuKLA kümmert sich vorbildlich unter anderem um den Leipziger Auwald – besser, als das die bezahlten Staatsdiener tun. Während sich die Exekutive verselbstständigt, mahnen die NuKlA- Mitglieder immer wieder die Einhaltung der Gesetze zum Natur- und Umweltschutz an. Gut, dass es Euch gibt!”

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Zum Verwaltungsstandpunkt Auwald-Kommunikationskonzept entwickeln

Pressemitteilung zu Verwaltungsstandpunkt Nr. VII-A-00615-VSP-01 (Anlage 3), eingereicht von Dezernat Umwelt, Ordnung, Sport, Betreff: Auwald-Kommunikationskonzept entwickeln

Dieser Verwaltungsstandpunkt zur Ratversammlung am 25.3. bezieht sich auf den Antrag von DIE GRÜNEN, ein Konzept für eine deutlich verbesserte Kommunikation zu Theman des Umganges mit dem Leipziger Auwald zu erarbeiten. Die Antwort der Verwaltung ist klassisch und sieht keinerlei Handlungsbedarf: “Die Stadtverwaltung hat bereits in den letzten Jahren verschiedene öffentliche Informations- und Diskussionsformate zum Auwald und die diesen betreffenden Maßnahmen etabliert, die im beantragten Sinne in Zukunft noch intensiver genutzt werden können.” Im Detail wird aufgeführt, wo bereits umfänglich informiert würde: Umweltinformationszentrum (UiZ), Forstsprechstunde, diverse Umweltbildungsmaterialien, im Rahmen des Projektes „Lebendige Luppe“, die seit 2016 existierenden Leipziger Auengespräche, der jährliche „Tag des Leipziger Auwaldes“ und die Leipziger Naturschutzwochen, Bürgersprech Weiterlesen

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Biber als Gestalter der Landschaft, Video

Foto: Hansmann

Ein Film von Prof. Dr. Bernd Gerken, NuKLA Aueninstitut für “Lebendige Flüsse” Leipzig im März 2020, nach Aufnahmen im Januar 2020. Am Rande eines kleinen Hessischen Naturschutzgebiets fanden wir die Spuren des Bibers. Er hatte reichlich Weidenbäume angenagt und einen Damm aufgebaut, der den Bach umlenkte …

Wir sollten dem Biber wieder alle europäischen Gewässer öffnen, vor allem wird er dann tatkräftig an der der Revitalisierung der Auen mitwirken, wozu der Wasserbau so manchen älteren Rgelbau aus Beton, Stall und Holz entfernen oder umgestalten kann. Das gelingt auch in Leipzig, wo der Gewässerknoten Weiterlesen

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Neuerliche Diskussionen zum Eisvogel und dem Floßgraben

Foto: Falk Bruder

Foto: J. Hansmann

“Im Leipziger Auenwald hat Naturschutz Priorität”  Der Ökolöwe reagiert deutlich auf den neuesten LVZ-Artikel zum Motorbootverkehr im Floßgraben, s. Artikel unten.

Zur Erinnerung: 2015 meinte der auch jetzt in dieser Potition verantwortliche Geschäftsführer des Ökolöwen, dass der Floßgraben für sie kein Thema sei, er stünde bei ihnen nicht auf der Agenda, man wolle keinen Ärger mit der Stadt…

Es war NuKLA, der via Beschwerde bei der Landesdirektion dafür gesorgt hat, dass die Naturschutzbehörde der Stadt Leipzig ihre Genehmigung zur jährlichen Krautung (und damit dem regelmäßigen Zerstören der naturnahen Struktur des Gewässergrundes, damit Motorboote den geschützten Floßgraben befahren können) nicht mehr ausreichen konnte: Jetzt, wo andere Recht durchgesetzt haben, kommt der Löwe um die Weiterlesen

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Öffentliches Schreiben an OBM Jung (SPD) Update 1. März

Sehr geehrter Herr OBM Jung!

Mit Datum vom 27.9.2019 hat NuKLA im Namen der ReferentInnen des 3. Internationalem Leipziger Auenökologiesymposiums beigefügten Brief an Sie im Rathaus persönlich abgegeben. Leider haben weder Sie, Herr Jung, noch die Verwaltung bzw. ein Vertreter aus dem Rathaus geantwortet. Dieser freundliche Brief mit einem neuerlichen Gesprächsangebot aus dieser Runde rennomierter Fachleute und WissenschaftlerInnen wurde, wie auch andere vor ihm, bis heute komplett ignoriert.

Aus diesem Grund ergeht, bewusst vor der OBM-Wahl am 1. März, die Mitteilung über die Veröffentlichung des Briefes an Sie selbst, den  (noch) amtierenden Oberbürger, dies auch vor dem dem Hindergrund, der aktuell in diesem Artikel herausgearbeitet wurde: Hier geht es zur Mitteilung
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Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland

Frost im Leipziger Auwald: Foto: Marko Hofmann

Auch im Leipziger Auensystem wird die Habitat-Richtlinie der EU nicht eingehalten. Quelle: Leipziger Internet Zeitung

2017 drohte nur für die Hälfte der deutschen Natura-2000-Gebiete ein Vertragsverletzungsverfahren. Denn Natura-2000-Gebiete sind Schutzgebiete nach europäischem Standard. Für sie müssen eindeutige und detaillierte Erhaltungsziele festgelegt werden. Doch am Donnerstag, 13. Februar, hat die Europäische Kommission rechtliche Schritte gegen mehrere Mitgliedstaaten – darunter auch Deutschland – eingeleitet, die ihren Ver Weiterlesen

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Rettet den Wald!

Warum sich Ärzte für den Wald einsetzen müssen. Ein Artikel von Dr. med. Burkhard Kirchberg im Sächsichen Ärzteblatt: http://www.aerzteblatt-sachsen.de/pdf/sax2002_014.pdf

 

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