Die unentdeckte Wahrheit und die Überschrift als Teil des Problems

Burgaue im August 2022. Foto: J. Hansmann

Kolumne von Frank Willberg

Selbstverständlich gibt es objektive Wahrheiten. Die werden nur meistens entweder nicht wahrgenommen, sind vielleicht subjektiv auch tatsächlich schwer erkennbar oder die Diskussionskultur im argumentativen Ringen um die Wahrheit ist zu niveaulos.

Im Zeitalter des Internets und der Social Media, in der wir es uns oft in passenden Blasen gemütlich machen, in denen die anderen Mitglieder unsere Meinung teilen, müssen wir nicht diskutieren. In meiner homogenen Blase haben alle Recht. Wer nicht dazugehört, ist nicht nur außen vor, sondern hat oft Unrecht, versteht sich. Da muss ich nur abwinken, die Augen verdrehen, den Kopf schütteln. Leider belassen es viele Zeitgenossen immer weniger dabei und werden stattdessen beleidigend in ihren sinnlosen Kommentaren. Weiterlesen

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Safe the date!“BILDER EINER AUSSTELLUNG – the jazz-version”

“BILDER EINER AUSSTELLUNG – the jazz-version” (Modest Mussorgski / Stephan König)
1874 / 2024 – 150 Jahre „Bilder einer Ausstellung“

Termin: Sonntag, 29. September 2024

Beginn: 17:00 Uhr
Einlass: 16:30 Uhr

Ort: Alte Börse zu Leipzig, Naschmarkt 1, 04109 Leipzig

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Ein Nachtrag zum Artikel „NuKLA e.V. lehnt den Leipziger Forstwirtschaftsplan 2024 ab“ vom 12. Juni 2024

Rückegasse im Plaußiger Wäldchen Dezember 2022. Foto: J. Hansmann

In dem Artikel vom 12. Juni 2024 mit einem eingebundenen Video https://www.nukla.de/2024/06/nukla-e-v-lehnt-den-leipziger-forstwirtschaftsplan-2024-ab/ haben wir ausführlich dargelegt, warum die geplante forstliche Maßnahme (Altdurchforstung) im Plaußiger Wäldchen inmitten des FFH-Gebietes „Partheaue“ aus waldökologischer Sicht abzulehnen ist. Die Neuanlage von neuen Maschinenwegen für Harvester würde zu einer irreversiblen Verdichtung von Waldboden und zum Teilverlust des geschützten Waldes führen. Das Aufreißen des Kronendachs würde das wichtige feucht-kühle Waldinnenklima schädigen und zu einer Aufheizung des Bestandes führen. Eine ähnliche Altdurchforstung auf der anderen Seite der Parthe im vorletzten Winter hatte bereits zu solchen negativen Effekten geführt. Weiterlesen

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Argumente gegen Straßenbahn durch den Englischen Garten in München

Frage: Was hat der Englische Garten in München mit dem Auwald zu tun?

Antwort: Rein gar nichts!

Am Schwabinger Bach. Foto: W. Nohl

Dennoch setzten wir diesen Artikel auf unsere Auwaldseite, wir wollen hiermit zeigen, wie unbekümmert Verwaltungen anderer Städte mit den Kostbarkeiten der Stadtgesellschaft umgehen. Zum Glück für die Münchner Bürgerinnen und Bürger hat der Freistaat Bayern als Eigentümer diese “Vision” gestoppt. Auch die Stadt Leipzig hat wertvolle Flächen – z.B. im Auwald – und die eine oder andere merkwürdigen “Vision”, was man auf diesen Flächen macht bzw. machen will, Stichtworte wären z.B. “Wassertouristisches Nutzungskonzept” (nach wie vor in der Warteschleife) oder das Experiment “Mittelwaldwirtschaft” in der geschützten Burgaue, final gestoppt durch das von NuKLA erfochtene Urteil des OVG Bautzen.

Die Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Zustimmung des Autors (s.u.).

Sind innerstädtische Grünflächen Verkehrserwartungsland? – Argumente gegen eine zweigleisige Straßenbahn durch den Englischen Garten in München

Werner Nohl*

1. Vorbemerkungen
Vor knapp 25 Jahren wollten die Stadtwerke München – nicht zum ersten Mal in den letzten 100 Jahren – eine zweigleisige Straßenbahn quer durch den einzigartigen, 200 Jahre alten Englischen Garten in München führen. Die Genehmigungsbehörde hatte damals dieses Ansinnen abgelehnt, weil dadurch der Englische Garten als bedeutsamer Erholungsraum wie vor allem auch als weltberühmte und denkmalgeschützte Parkanlage zerstört worden wäre (vgl. auch mein Gutachten von 2000 auf meiner Homepage). Die Stadtwerke interpretierten die Ausführungen der Genehmigungsbehörde verengend dahin gehend, dass insbesondere die notwendige „Verdrahtung“ (Oberleitung) und die Vielzahl der Masten den außerordentlichen Denkmalwert des Gartens zerstören, und die notwendigen Baumfällungen irreversible Umweltschäden nach sich ziehen würden. Nachdem zwischenzeitlich ein Straßenbahntyp möglich ist, der auf begrenzten Strecken batteriebetrieben operieren kann, versuchen die Stadtwerke heute erneut, ihr altes Ziel einer Straßenbahn durch den Englischen Garten zu verwirklichen. Dabei interessiert sie offensichtlich weder der einmalige kulturelle Wert des Englischen Gartens und seine touristische Bedeutung für die Stadt München noch die Tatsache, dass es eine Reihe realistischer Alternativen für eine Straßenbahnlinie im Sinne einer „Nordtangenten“ gibt, die Tram durch den Englischen Garten also auch aus verkehrlicher Sicht gar nicht notwendig ist. Im März diesen Jahres hat nun der Freistaat Bayern, der im rechtlichen Sinne Eigentümer des Englischen Gartens und damit auch der für die Straßenbahn vorgesehene Trasse ist, entschieden, dass er den Bau der von der Stadt München geplanten Straßenbahn nicht erlauben wird. Da aber damit zu rechnen ist, dass die Stadt München sich mit diesem Beschluss längerfristig nicht zufrieden geben wird, werden im Folgenden aus der Sicht einer Stadtkultur, die sich nicht auf die Lösung aktueller Verkehrsprobleme reduzieren lassen will, noch einmal die Konflikte und Beeinträchtigungen beleuchtet und zur Diskussion gestellt, die sich mit dem Bau einer Straßenbahn durch den Englischen Garten eingestellt hätten. Weiterlesen

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Sommerexkursion nach Gundorf

Gundorfer Schloss 2024. Foto: J. Hansmann

Am Sonntag, dem 30.6., fand unsere Sommerexkursion rings um Gundorf statt. Bei strahlendem Sonnenschein starteten wir am Dorfteich und erfuhren einiges über die Geschichte dieses schönen Ortes. Danach ging es in den Schlosspark, entlang der eigentlichen Luppe in den Forst und durch den Hinterforst. An der Luppe hörten wir kurz den Pfiff eines Eisvogels, aber auch Biberspuren konnten wir besichtigen. Aufgrund der zwischenzeitlich feuchten Witterung konnten wir zudem zahlreiche sehr hübsche Tigerschnegel beobachten, welche übrigens zu den Nützlingen im Garten für uns Menschen zählen, da sie natürliche Feinde von Nacktschnecken sind. Mit Ausblick auf den Bienitz beendeten wir unsere Exkursion.

An der Roten Luppe. Foto: Privat

Aufgrund der Nachfrage haben wir nun bereits zwei weitere Exkursionen geplant. So laden wir Sie schon jetzt recht herzlich zu unserer Herbstexkursion ein, welche am 19.10.2024 von 13 – 16.00 Uhr stattfinden wird.  Auch hier wollen wir wieder in die Luppenaue, diesmal soll es aber zum Zschampert gehen. Auf dem Rückweg werden wir einiges zur Geschichte des Domholzes erfahren und den Kanitzsch durchstreifen. Im Dezember laden wir Sie zu unserer Weihnachtsexkursion am 14.12.2024 von 13 – 16.00 Uhr ein, bei welcher wir entlang des Burgauenbachs durch die Burgaue wandern wollen. Wenn Sie schon immer wissen wollten, ob es hier je überhaupt eine Burg gab und auch, was hier aktuell so alles passiert oder auch noch passieren könnte, kommen Sie gern mit!

Weitere Details zu den Exkursionen werden wir in Kürze auf unserer Website noch bekanntgeben.

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NuKLA e.V. lehnt den Leipziger Forstwirtschaftsplan 2024 ab

Erlen-Eschenbestand im Plaußiger Wäldchen. Foto: A. Schmoll

Eher zufällig hat NuKLA e.V. von dem Forstwirtschaftsplan 2024 erfahren. Eine Beteiligung der anerkannten Naturschutzvereinigungen hat offensichtlich nicht stattgefunden, obwohl Eingriffe in europäischen Schutzgebieten geplant sind. Eine Beteiligung ist nach dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Bautzen zum Leipziger Auwald jedoch verpflichtend.

Im Plaußiger Wäldchen ist innerhalb eines prioritär geschützten Erlen-Eschenwaldes im FFH-Gebiet „Partheaue“ eine sog. Altdurchforstung auf einer Fläche von 2,6 ha geplant. Die Neuanlage von neuen Maschinenwegen für Harvester würde zu einer irreversiblen Verdichtung von Waldboden und zum Teilverlust des geschützten Waldes führen. Das Aufreißen des Kronendachs würde das wichtige feucht-kühle Waldinnenklima schädigen und zu einer Aufheizung des Bestandes führen. Eine ähnliche Altdurchforstung auf der anderen Seite der Parthe im vorletzten Winter hat bereits zu solchen negativen Effekten geführt. * Weiterlesen

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Auenwälder helfen gegen Hochwasser & Video

Auenwälder helfen gegen Hochwasser

Und wieder: Hochwasser! Der Klimawandel und seine unausweichlichen Katastrophen.

Man möchte es in Stein meißeln, laut in die Welt rufen oder als Aufdruck auf dem T-Shirt vor sich hertragen: Massive Schäden anrichtende Hochwasser sind die Folge unseres menschlichen Handelns! Wir sind dem weder ohnmächtig ausgeliefert, noch müssen wir an irgendwelchen anderen “Schrauben drehen” als denen, die unsere Flüsse und deren Zustand direkt betreffen. Denn Starkregenereignisse gibt es, seit es Wolken am Himmel gibt, auch die damit verbundenen Hochwasser. Dass die nun und immer wieder (Wie lernfähig ist der Mensch – NICHT) derart katastrophale Schäden anrichten, hat Ursachen, die leicht (sic!) zu beheben wären, und Gründe, die hinlänglich und allen bekannt sind.

Hören Sie selbst, was Prof. Bernd Gerken (NuKLA Aueninstitut Lebendige Flüsse) dazu zu sagen hat.

Und um im Gegenzug zu zeigen, wie bitter falsch die politschen Entscheidungen in der Realität sind: An der Ahr, die ihr “mit-drohendem-auf-den-Klimawandel-Verweiszeigefinger” Hochwasser 2021 hatte, will man jetzt den ganzen Fluss einen Meter tief ausbaggern, wohlbemerkt den GANZEN Fluss. Wenn es nicht so traurig wäre, wäre es der beste Irr-Witz seit den Schildbürgerstreichen.

 

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„Concert à trois”-Konzert für 3 Klaviere mit Interpretationen von Sergej Rachmaninow und Gabriel Fauré

„Concert à trois “
Sommerkonzert für 3 Klaviere

Termin: Sonntag, 23. Juni 2024

Beginn: 17:00 Uhr
Einlass: 16:30 Uhr

Ort: Alte Börse zu Leipzig, Naschmarkt 1, 04109 Leipzig

 

 

Tickets erhalten Sie hier:

KARTENBESTELLUNG bei Eveeno
 

KARTENBESTELLUNG bei Eventim
 

sowie in allen bekannten Vorverkaufsstellen

Weitere Informationen zum Konzert finden Sie HIER

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Sinnloser Vandalismus in Leipzig

Die älteste Eiche Leipzigs am 1.5.24 mit Brandspuren. Foto: J. Hansmann

Leider mussten wir am 1. Mai 2024 feststellen, dass Unbekannte in der Nacht zu diesem Tag in einem Akt sinnlosen Vandalismus Feuer in der Höhle der ältesten Leipziger Eiche im Hinteren Rosental gelegt haben. Es muss ein stärkeres Feuer gewesen sein, welches sich an einer Stelle sogar bis zur Außenrinde durchgefressen hat. Anscheinend ist die Höhle, welche vermutlich einst durch einen Blitzschlag entstanden ist, zu einladend auch für Menschen, welche respektlos, dumm und gemein sind. Bereits vor einigen Jahren informierten uns Bürger darüber, dass evtl. in der Höhle gezündelt worden war, allerdings waren damals keine eindeutigen frischen Spuren zu sehen. Diesmal ist die Lage aber recht klar, gestern gab es kein Gewitter und der Brandgeruch war eindeutig wahrzunehmen. In unseren Augen gibt es nur eine Lösung dieses Problems, um dieses Naturdenkmal (offiziell ist der Baum keines, sollte aber eigentlich eines sein) langfristig zu schützen: der Verschluss der Baumhöhle durch ein wie auch immer fest angebrachtes Gitter. Wir haben dieses nun bei der Stadt angeregt und hoffen ansonsten, dass der Baum diese sinnlose Aktion überlebt.

Brandreste in der Eiche. Foto: J. Hansmann

Leider ist solch dummer Vandalismus an Bäumen nichts seltenes, auch in vielen anderen Orten werden Bäume von Unbekannten abgeknickt, die Rinde abgeschält, oder gar illegal gefällt. Dagegen tun kann man nicht viel, wenn jemand nichts im Kopf oder im Herz hat, ist es schwer, mit Argumenten oder Information dagegen anzukommen. Sei es der Sycamore Gap Tree in Schottland, gefällte Bäume im Stadtpark Delitzsch, in Berlin oder in der Schweiz: Dummheit und Empathielosigkeit gibt es überall.

Auch wenn man meinen möchte, es gäbe schon genug: Vielleicht braucht es dennoch mehr Umweltbildung für Herz wie Kopf!

 

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Laudatio anlässlich des Sächsischen Mozartpreis 2024 an Stephan König

Foto: Jörg Singer

Lieber Stephan!

Als wir, Maria und ich, am 23.3.24 in der LVZ von der Verleihung des Sächsischen Mozartpreises an Dich lasen, haben wir uns außerordentlich für Dich gefreut!

Und wenn man sich, wie ich es jetzt tun will, unsere gemeinsame “musikalische Vergangenheit” vergegenwärtigt, kann es kein Zufall sein, dass quasi im direkten zeitlichen Zusammenhang mit dieser Ehrung wieder ein Konzert von NuKLA mit Dir stattfindet. Wir möchten das heutige Konzert, das Du wieder einmal als Solist und mit Fokus Weiterlesen

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