Burgaue in der Bärlauchblüte

Auch in diesem Jahr darf der anonyme waldökologische Gruß aus der Burgaue nicht fehlen. Die Bärlauchblüte und der ergiebige Regen zu Christi Himmelfahrt lassen den Leipziger Auwald in seinem schönsten Grün erstrahlen.

Natürlich nur, wenn keine Harvester anrücken und das Waldökosystem zerstören…

Genau dies war in diesem Teilstück des Naturschutzgebietes “Burgaue” jedoch geplant (in Form eines drastischen Schirmschlags, getarnt als sog. Mittelwaldumwandlung). Dank der erfolgreichen Klage von NuKLA konnte dies bisher verhindert werden!

Schon klar, in einem Naturschutzgebiet dürfen normalerweise nur Harvester & Co die Wege verlassen…, aber diese Fotos sind dennoch wiederum durch einen Fußgänger entstanden (wie auch 2020- https://www.nukla.de/2020/05/ueber-nacht-erreichte-uns-dieser-gruss/), um zu zeigen, wie schön es hier sein kann und es hoffentlich auch bleiben wird!

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Die Noitzscher Heide – eine waldbauliche Tragödie

Noitzscher Heide November 2020. Foto: J. Hansmann

Noitzscher Heide November 2020. Foto: J. Hansmann

Ein Beitrag vom Aueninstitut für Lebendige Flüsse

Es gibt so Waldgebiete, die man eigentlich gar nicht mehr Wald nennen mag, so intensiv wurde und wird in ihnen Forstwirtschaft betrieben. Sie sind sehr monoton in Bezug auf den Baumbestand und die sonstige Pflanzenwelt, man hört nur wenige Vögel und es gibt kaum Insekten. Solche „Wälder“ sind i.d.R. Altersklassenforste, manche nennen sie auch „Holzacker“.

Wie wir in einem unserer letzten Beiträge erklärt haben, läuft das bei der „ordnungsgemäßen“ Forstwirtschaft in einem Altersklassenforst folgendermaßen ab:

  • man pflanzt auf einer frei geschlagenen Fläche, die wie ein Acker umgepflügt wurde, neue Bäume aus der Baumschule, diese pflegt man, wie man eben auch die Pflanzen auf dem Acker pflegt – mit dem Ziel, Bäume von bestimmter Art in gewünschter Form (gerade, wenige Seitenäste) zu erzeugen
  • wenn die Erntezeit gekommen ist, wird die Ackerfläche komplett beerntet (nennt man dann Kahlschlag)
  • und dann pflanzt man wieder neue Bäume aus der Baumschule…

Somit dürfte jedem klar sein, warum manche solche Forste auch „Holzacker“ nennen und wieso diese so furchtbar monoton sind. Und – nicht überraschend – sind solche Forste auch besonders anfällig bspw. jetzt im Klimawandel. Weiterlesen

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Was ist eigentlich eine Forsteinrichtung?

Leipziger Auwald

Leipziger Auwald im Frühjahr 2021. Foto: J. Hansmann

Ein Beitrag vom Aueninstitut für Lebendige Flüsse

Wenn es um den Leipziger Auwald bzw. das FFH-Gebiet „Leipziger Auensystem“ geht, kreisen die öffentlichen Diskussionen oft um die Revitalisierung des Auensystems als auch um die Forstwirtschaft im FFH-Gebiet und den diversen Naturschutz- und Landschaftsschutzgebieten (wir sprechen im folgenden zusammenfassend von der Leipziger Aue). Dabei fallen häufig viele Fachbegriffe, welche dem einen oder anderen erst einmal nicht viel sagen – dennoch haben auch die Dinge, die sich hinter den Bezeichnungen verstecken, natürlich Bedeutung für das, was mancherorts bisher in der Leipziger Aue passierte und auch noch passieren wird. Weiterlesen

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Gut, aber schlecht

Straßenbäume in Leipzig

Straßenbäume in Leipzig haben es nicht leicht und fristen oft ein arg beschnittenes Leben. Foto: J. Hansmann

Wo fängt Baumschutz an? Und warum hört er eigentlich manchmal auf?

„Stadtbäume sind wie Käfighaltung“, sagt Peter Wohlleben. In seinem Kinofilm vergleicht er sie auch mit “im wahrsten Sinne Straßenkinder des Waldes”. Wer will schon dem alternativen Popstar der Forstwirte widersprechen? Und natürlich hat jedes Leben einen – seinen – Wert. Straßenkinder haben es schwerer als andere und können Unterstützung gut gebrauchen. Stadtbäume, die in der lebensfeindlichen Welt der Menschen zwischen Beton und Asphalt eingepfercht sind, kämpfen nicht selten ums Überleben. Das, also die Ferne zu ihrem natürlichen Zuhause, dem Wald, macht ihren Wert größtenteils aus.

Zwei Punkte verschärfen die Existenzfrage für Stadtbäume. Erstens wächst Leipzig insbesondere auch nach innen und verdichtet sich. Dies geschieht in aller Regel auf Kosten von Grünflächen, die verschwinden. Und zweitens verschlimmert sich mit der Klimakrise auch das Stadtklima. Weiterlesen

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Aktuelles zum Leipziger Auwald

Weiße Elster bei Stahmeln

Weiße Elster bei Stahmeln. Foto: J. Hansmann

In der letzten Stadtratssitzung war die Auenlandschaft Leipzigs gleich zweifach Thema, einerseits bezüglich der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL)1, andererseits bezüglich der Abstimmung über den Forstwirtschaftsplan 20212.

Nun könnte man fragen, was dort nun Spannendes beschlossen wurde und was nun mit der Aue passieren wird?

Aber die Antwort ist kurz und ermüdend: es wurde nichts Weltbewegendes beschlossen. Und es wird wahrscheinlich auch nichts von Belang in der Aue passieren. Weiterlesen

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Das Elend der privaten Waldbesitzer muss endlich ein Ende haben!

Peter Wohlleben

Das Elend der privaten Waldbesitzer muss endlich ein Ende haben!

Peter Wohlleben zu den Plänen der Bundesregierung, private wirtschaftliche Fehlenscheidungen mit Steuergeld zu subventionieren: (Video) Weiterlesen

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Man kann das Klimaproblem nicht wegnaschen

Prof. Dr. Pierre Ibisch, Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde/Centre for Econics and Ecosystem Management

Auch wenn es sich für das Gewissen gut anfühlt.

Eine kritische Panorama-Reportage zum Thema “Wir trinken Bier für den Wald” und zur Frage “Wofür braucht der Wald die Förster?” Weiterlesen

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Ostern in Leipzig früher und heute

Frühling in der Burgaue

Frühling in der Burgaue. Foto: J. Hansmann

Dieses Jahr zu Ostern gibt es ja nicht viele Möglichkeiten, etwas zu unternehmen. Durch Corona wie auch dem doch frischem Wetter sind dem Unternehmensdrang Grenzen gesetzt. Zeit, um in die Vergangenheit zu schweifen: Was machte man eigentlich früher in Leipzig zu Ostern? Hier gab es einst den Brauch des Osterwasser-Schöpfens. So berichtet Lippold, dass diese Tradition noch im 19. Jahrhundert ausgeübt wurde: „Denn schon von Kindheit an war es der früheren weiblichen Jugend gar wohl bekannt – wenigstens glaubten Unzählige steif und fest daran –, daß geheimnisvolle Mächte dem unter tiefem Schweigen mit eigener Hand um die Mitternachtsstunde im Fluß geschöpften Wasser die Macht verliehen hätten, Gesicht und Körper derjenigen, welche sich mit diesem Wasser wüschen, eine vorher nie geahnte Schönheit zu verleihen.“1 Weiterlesen

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Ein Nachtrag zu unserem Offenen Brief zur Abstimmung über den Forstwirtschaftsplan 2021 bei der nächsten Stadtratssitzung

Femelloch Nonne

Ausgetrockneter Kahlschlag in der “Nonne” im Sommer 2020. Foto: J. Hansmann

Sehr geehrte LeserInnen dieser Seiten,

hiermit geben wir auch Ihnen folgenden Nachtrag zu unserem Offenen Brief zur Kenntnis, welchen wir am 16.03.2021 an die Stadträtinnen und Stadträte der Stadt Leipzig gesendet haben, da diese voraussichtlich am kommendem Mittwoch, dem 24.03.2021, über den Forstwirtschaftsplan 2021 und seine Anhänge (“Handlungsrichtlinie Totholz und Biotopbaum”, Maßnahmenliste zur Herstellung der Schutzgebietsverträglichkeit) entscheiden werden. Weiterlesen

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Offener Brief zur Abstimmung über den Forstwirtschaftsplan 2021 bei der nächsten Stadtratssitzung

Fällungen im Auwald
Foto: J. Hansmann

Sehr geehrte LeserInnen dieser Seiten,

hiermit geben wir Ihnen folgenden Offenen Brief zur Kenntnis, welchen wir an die Stadträtinnen und Stadträte der Stadt Leipzig senden, da diese am kommendem Mittwoch, dem 24.03.2021, über den Forstwirtschaftsplan 2021 und seine Anhänge (“Handlungsrichtlinie Totholz und Biotopbaum”, Maßnahmenliste zur Herstellung der Schutzgebietsverträglichkeit) entscheiden werden.

Zwar sind im Forstwirtschaftsplan 2021 nur Maßnahmen zur sogenannten Jungbestandspflege konkret angedacht, aber invasive forstwirtschaftliche Projekte und Maßnahmen wie das Mittelwaldprojekt, Femellöcher etc. sind als Methode aber auch erforderlich angesehene Maßnahmen Bestandteil der “Handlungsrichtlinie Totholz und Biotopbaum”. Diese “Handlungsrichtlinie Totholz und Biotopbaum” soll über 2021 hinaus gelten, trägt weiterhin diese invasiven Vorgehensweisen und soll sie ggf. auch zukünftig legitimieren – bizarrerweise unter dem Deckmantel “Naturschutz”. Weiterlesen

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