Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland

Frost im Leipziger Auwald: Foto: Marko Hofmann

Auch im Leipziger Auensystem wird die Habitat-Richtlinie der EU nicht eingehalten. Quelle: Leipziger Internet Zeitung

2017 drohte nur für die Hälfte der deutschen Natura-2000-Gebiete ein Vertragsverletzungsverfahren. Denn Natura-2000-Gebiete sind Schutzgebiete nach europäischem Standard. Für sie müssen eindeutige und detaillierte Erhaltungsziele festgelegt werden. Doch am Donnerstag, 13. Februar, hat die Europäische Kommission rechtliche Schritte gegen mehrere Mitgliedstaaten – darunter auch Deutschland – eingeleitet, die ihren Ver Weiterlesen

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Rettet den Wald!

Warum sich Ärzte für den Wald einsetzen müssen. Ein Artikel von Dr. med. Burkhard Kirchberg im Sächsichen Ärzteblatt: http://www.aerzteblatt-sachsen.de/pdf/sax2002_014.pdf

 

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Kolumne zum 46. Konzert. Die naive Sehnsucht nach Führung

KlassischeKartoffelKonzerte

Die naive Sehnsucht nach Führung

Es ist ziemlich faszinierend, dass unsere Gesellschaft an einem Punkt angekommen ist, an dem es einfacher erscheint, in Skandinavien Bäume zu fällen, nach Asien zu verschiffen, unter hohem Wasserverbrauch und Energieaufwand Becher daraus zu formen, diese mit Plastik zu beschichten, welches zuerst gefördert, raffiniert und mit Chemikalien versetzt aufbearbeitet werden musste, alles zurück nach Europa schiffen, mit dem Lkw quer durchs Land zu transportieren, den Pappbecher fünf Minuten benutzen und in den Müll werfen, anstatt die Keramiktasse zurück zur Abgabe zu bringen, wo sie einfach gespült wird.“

Dieses etwas traurig stimmende Zitat aus „Das Magazin“ verbreitete sich bereits vor zwei Jahren auf Facebook. Viel trauriger fand ich die damit verbundene Forderung, die Regierung müsse solchen Müll verbieten. Die vielen Kaffee-to-go-Konsumenten waren entschuldigt, weil die bösen Hersteller von Wegschmeißbechern künstliche Bedürfnisse geschaffen hätten. Weiterlesen

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Staatsanwaltschaft stellt die Leipziger Hälfte des Verfahrens ein?

Foto: NuKLA

NuKLA überlegt weitere Rechtsmittel zu unrechtmäßigen Baumfällungen im Leipziger Auenwald. Fast ein ganzes Jahr hat es gedauert: Im Februar 2017 hatte der NuKLA e. V. Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft gegen Sachsenforst wegen des Verstoßes gegen das Naturschutzgesetz in besonders schwerem Fall gestellt. Doch nun hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen eingestellt. Denn wenn die untere Naturschutzbehörde in Leipzig keinen Verstoß gesehen haben will, gibt es auch keinen. So funktioniert Naturschutz Weiterlesen

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Zum Umgang der Presse mit Büchern und Filmen von und über Peter Wohlleben

Mit einer Pressemitteilung reagieren zahlreiche WissenschaftlerInnen und BefürworterInnen eines ökologisch verantwortungsvollen Umgangs mit unseren Wäldern auf die z.T. recht tendenziösen, wenig recherchierten und verschiedentlich unangenehm persönlich werdenden Artikel über (oder besser: gegen) die Positionen von Peter Wohlleben. Völlig ignoriert wird dabei, dass sich Wohllebens für viele Waldfreunde verständliche Aussagen auf solide wissenschaftliche Forschungen und deren phänomenale neue Befunde und Ergebnisse darüber, was Wald tatsächlich ist, beziehen. Diese in allgemein verständliche Sprache und plausible Bilder zu “übersetzen”  und damit für viele verstehbar zu machen, ist ein großes Verdienst von Wohlleben!

Wohlleben wurde derzeit in verschiedenen auflagenstarken Zeitungen als öffentlichkeitswirksam agierender Alleinunterhalter dargestellt – ohne zur Kenntis zu nehmen, dass es eine große Zahl Gleichgesinnter in einschlägigen Fachkreisen gibt. Bereits um die 2002er Jahre versuchte eine starke Bewegung (heute z.T. im Ruhestand weiter kämpfender) Waldökolgiekenner mit wissenschaftlichen Erkenntnissen ein neues Verständnis über den Wert und die Komplexität der Wälder und ein Umdenken bezogen auf deren Nutzung in Gesellschaft und Politik tragen. Die Forstlobby reagiert damals prompt: mit der flächenden Industriealisierung der Forstwirtschaft.

Hier ein Zitat aus genannten PM:  “[…] Phänomene in Peter Wohllebens Buch und seinem Film sind durch wissenschaftliche Fachpublikationen untermauert. Entsprechend verwundert die anhaltende starke Kritik seitens einiger ForstwissenschaftlerInnen und forstlich geprägter Publizisten (z.B. Süddeutsche Zeitung vom 22.1.2020: „Im Märchenwald“). Tatsächlich ignorieren die KritikerInnen aktuelle Forschungsbereiche und deren Ergebnisse. Sie agieren damit in bedenklichem Maße unwissenschaftlich […]”

Die vollständige PM inkl. Unterschriften und Literaturverweisen finden Sie hier.

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Der Wald in Deutschland

Eine Grafik für unsere Leser

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Jagd_Fee Försterin, Bloggerin, Aktivistin und Studentin

Sehr geehrte Frau Brauwers,

da ich gestern die Podiumsdiskussion Wald im Rahmen der Grünen Woche besuchte und etwas erschüttert über u.a. auch Ihre Ausführungen war, möchte ich Ihnen hiermit einige Zeilen schreiben. Bei facebook habe ich nun auch Ihren jüngsten Eintrag gefunden. Ich selbst bin bei facebook nicht angemeldet (und werde das auch nicht mehr ändern), daher kann ich dort auch keinen Kommentar hinterlassen. Wenn Sie mögen, dürfen Sie aber gerne meine Zeilen dort einfügen zur Vervollständigung der Meinungsvielfalt, die facebook ja auszeichnen soll.

In Ihrem facebook-Eintrag sprechen Sie von einer Diskussion auf Augenhöhe. Diese Augenhöhe konnte ich bei der Diskussion ehrlich gesagt aber gar nicht erkennen. Der kleine Ausfall bei Ihrer Äußerung zum Totholz ist sicherlich verschmerzbar, kann bei einer solchen öffentlichen Diskussion mit Medienmitschnitt mal vorkommen (ich gehe mal davon aus, dass Sie eigentlich etwas anderes sagen wollten), aber leider habe ich über die gesamte Diskussion hinweg nur sehr wenig Fachlichkeit Weiterlesen

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“Peter Wohlleben vermittelt kein Wissen, sondern betreibt Unterhaltung”! Das muss sich anscheinend ausschließen.

Kunstinstallation Leipziger Auwald. NuKLA

Kunstinstallation Leipziger Auwald. NuKLA

Eine Auslese aus den Kommentaren zum Spiegel-Interview mit Herr Halbe über die Ansichten und Aussagen von Peter Wohlleben.

Man kann Peter Wohlleben manches unterstellen, nicht jedoch Unwissenschaftlichkeit oder (ideologische) Zugehörigkeit zu irgendeiner Gruppierung. Zu unbeirrt geht er seinen Weg, zu umfangreich sind in allen seinen Büchern die Literaturnachweise der seinen Äußerungen zu Grund liegenden wissenschaftliche Forschungen zum Ökosysstem Wald. Die Weigerung, sich mit diesen Studien und Untersuchungen und deren Ergebnissen tatsächlich zu befassen und diese genauso wissenschaftlich fundiert zu widerlegen, macht die Argumentation von Herrn Halbe u.a. zwangsläufig ziemlich tendenziös, polemisch und manchmal sogar etwas Weiterlesen

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Sachsen braucht endlich eine andere Politik für die Auen der Flüsse- ein LIZ Artikel /Video

Ein Kommentar: Liebe LIZ, der Artikel gibt Hoffnung, wenn die Versprechungen und Ankündigen von Wolfram Günther sich nicht genauso im Universum verflüchtigen wie die Ankündigungen anderer PolitikerInnen.
Dass das jahrelange Engagemt von NuKLA für die Renaturierung des Leipziger Gewässerknotens, an dem die hier gelobten Verbände, die sich jetzt so mächtig ins Zug legen, entweder nur zeitweise (NABU Leipzig) oder punktuell (die gemeinsamen Positionspapiere aller! Leipziger zur Burgaue, zum Floßgraben und zum WTNK) betieligt haben, keine Erwähnung findet, ist sicherlich kein Zufall. Denn der Seit NuKLA sich vor Gericht für den Erhalt der ökologisch so wichtigen Auwaldbäume einsetzt und gegen die Forstwirtschaft a la Leipzig in den hiesigen Schutzgebieten klagt, während Weiterlesen

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Das Schreiben von Prof. Pierre Ibisch

Dieses Schreiben überreichte Herr Prof. Ibisch der Ministerin Frau Julia Klöckner am 23.01.2020 im Rahmen einer Podiumsdiuskussion auf der Grünen Woche zum Thema Wald.

Vorab die Aussage P. Ibisch’s selbst über diese Veranstaltung:

“Ich habe mich in der Diskussion über selektive und unangemessene Nutzung von Wissenschaft beklagt und forderte eine unabhängige und schonungslose Analyse des Zustandes des Waldes und der Ursachen. Um die vielen Einzeldebatten loszuwerden, bei denen die andere Seite regelmäßig nicht davor zurückschreckt, auch populistisch und lügend vorzugehen, brauchen wir eine Zusammenschau der vorliegenden Befunde und Erfahrungen – zusammenzutragen mit größerer wissenschaftlicher Beteiligung. Ich fordere ein nationales Waldgutachten, das mindestens Konsens und Dissens dokumentiert und sowohl Wissen als auch Nichtwissen reflektiert. Zu allen Themen – von Kohlenstoffspeicherung bis Totholz, von Befahrung bis Bedeutung von Symbiosen etc. Das gibt es bisher nicht…”

Diese Forderungen unterstützt NuKLA ausdrücklich!

Es folgt der eigentliche Brief:

“Sehr geehrte Frau Ministerin Klöckner,
der Wald ist ein komplexes und bislang nur teilweise verstandenes Ökosystem, dem es nicht gut geht. Bezüglich des Ausmaßes und der Gründe für den schlechten Zustand gibt es divergierende Befunde und Positionen. Ebenso differieren die Positionen zu den möglichen Strategien des Umgangs mit der Krise. Dies ist angesichts diverser fachlicher Disziplinen und auch der gegebenen Partikular- und Gemeinwohl-Interessen und wegen einer extremen Unsicherheit bzgl. der zukünftigen Entwicklung durchaus verständlich. Das Waldmanagement im Klimawandel erfordert allerdings ein strategisches Zusammenwirken aller Kräfte auf der bestmöglichen Wissensgrundlage.

Es ist deshalb die Frage zu klären, wie im Rahmen eines strategischen Prozesses zur angemessenen Analyse der derzeitigen Waldkrise und ihrer Ursachen sowie der Erarbeitung von Strategien für einen zukunftsfähigen Wald die Beteiligung aller relevanten Ressorts, aber auch der relevanten Wissenschaftsbereiche und Akteursgruppen sichergestellt werden kann.
Der grundsätzlich ergebnisoffene und fortgesetzte Prozess für eine angemessen umfassende und komplexe Waldstrategie sollte so organisiert werden, dass eine hinreichende und echte Partizipation von Akteursgruppen erfolgt. Dabei sollten Partikularinteressen nicht auf der gleichen Ebene von Gemeinwohlinteressen betrachtet werden.”

Lesen Sie hier den gesamten Brief

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