Moderne Zeiten – Ein frohes neues Jahr!

In der Burgaue im Januar 2021. Foto: J. Hansmann

Ein Beitrag aus dem Aueninstitut für Lebendige Flüsse

Nun hat 2022 begonnen. Vieles ist passiert auf dem Erdenrund im vergangenem Jahr: Millionäre und Schauspieler machten Ausflüge ins Weltall.1 2 3 Weltraumtourismus soll ein neuer zukunftsträchtiger Geschäftszweig  werden.4 Forscher züchteten programmierbare und sich selbst replizierende Frogbots5 und menschliche Miniaturgehirne, die miteinander Pingpong spielen.6 Chinesische Wissenschaftler lassen künstliche Sonnen mit Temperaturen bis zu von 70 Millionen Grad Celsius entstehen.7 Die Entwicklung und auch Nutzung von KI schreitet voran, in China arbeitet man aktuell bspw. an einem KI-Tool namens „System 206“, welches selbst Straftaten (von Glücksspiel bis hin zu politischem Widerspruch) erkennen und auch anklagen soll.8 Man könnte meinen, mit Wissenschaft und Technik könne man alles auf der Welt regeln. Undenkbares und schier Fantastisches rückt immer mehr in greifbare Nähe, aber haben wir das Undenkbare und Fantastische im Griff? Oder – hat es uns im Griff? Weiterlesen

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Einen guten Rutsch!

An der Weißen Elster bei Stahmeln Februar 2021. Foto. J. Hansmann

Nun sind die letzten Tage des für uns sehr arbeitsreichen Jahres 2021 angebrochen.  Höhepunkte waren unzweifelhaft das
Auenökologiesymposium mit zahlreichen Teilnehmern sowie das 10-jährige
Vereinsjubiläum. Eigentlich wäre es vielleicht Zeit auszuruhen, aber
tatsächlich sitzen wir bereits wieder an neuen Aufgaben. Doch auch wir
freuen uns jetzt auf einen besinnlichen Silvesterabend.

Unseren Mitgliedern, Freunden, Unterstützern und allen Lesenden auf unserer Website wünschen wir einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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Warum pflanzt NuKLA e.V. 10 Eichen zu seinem 10-jährigen Jubiläum?

Vier der zehn Eichen. Foto: W. Stoiber

Diese Frage erscheint zuerst einmal gar nicht so unberechtigt, denn es ist hinlänglich bekannt, dass NuKLA e.V. die Eichenaufforstungen von Stadtforsten und Sachsenforst im Leipziger Auwald vehement ablehnt, genau wie auch andere renommierte Waldschützer und -ökologen wie z.B. Professor Pierre Ibisch, Wilhelm Bode und Peter Wohlleben. Warum dann ausgerechnet in Leipzig Eichen pflanzen?

Die Begründung ist dann allerdings gar nicht so schwierig. Die Situation im Auwald ist mit der im innerstädtischen Raum nicht vergleichbar. Im Auwald werden wertvolle Waldökosysteme durch Kleinkahlschläge (fälschlicherweise als Femel bezeichnet) zerstört und dort dann in Plantagenmanier altersklassenartig aufgeforstet. Auch im Zuge von drastischen Altdurchforstungen, sogenannten Sanitärhieben und der unsäglichen Mittelwaldumwandlung in der Burgaue werden Waldökosysteme systematisch geschwächt und somit auch die Eiche paradoxerweise als auwaldtypische Baumart direkt und indirekt geschädigt. Alles Methoden der intensiven Forstwirtschaft, reduktionistisch gedacht, gegen die Natur gerichtet, leider auch unterstützt durch andere in Leipzig agierende Umweltverbände und Institutionen. Unser Auensystem braucht jedoch nur eines, um aus seinem 100-jährigen Auenkoma erwachen zu können: eine umfassende Auenrevitalisierung, die das Wasser wieder auentypisch fließen lässt, mit periodischen flächigen Überflutungen in wechselnder Höhe und Dauer – eine Auenrevitalisierung, für die sich NuKLA e.V. seit seiner Gründung einsetzt. Dies ist auch der einzig sinnvolle Ansatz für die Förderung der Stieleiche in einer Auenlandschaft. Weiterlesen

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Frohe Weihnachten!

Weihnachtsgruß 2021

Liebe Auwaldfreundinnen und -freunde,

Mit dieser kleinen Weihnachtsprozession wollen wir uns bei allen bedanken, die NuKLAs Einsatz für den Schutz unseres Leipziger Auwaldes auch in 2021 wohlwollend begleitet und unterstützt haben!
Im Oktober fand dazu unser 4. Internationales Auenökologiesymposium statt, zu dem Auenspezialisten und den Wald als Ökosystem verstehende Fachleute über verschiedene beispielhafte Auen-Renaturierungsprojekte sowie über einen ökologischen Umgang mit geschützten Waldflächen und deren kostbaren, eine hohe Biodiversität beherbegenden alten Baumbeständen samt deren natürlicher Verjüngung
referierten. In diesem Rahmen wurde eine Resolution erarbeitet und unterzeichnet, die sich direkt an die neue Bundesregierung wendet.

Informationen finden Sie auf unserer Webseite www.nukla.de dazu. Unser Ansatz, dass wir für unser Leben, für Artenvielfalt, Klima- und Naturschutz jeden einzelnen alten Baum brauchen, nicht nur in der
Stadt, sondern mindestens genauso dringend in unseren Wäldern, und dass ein intakter Wald sehr wohl in der Lage ist, sich aus sich selbst heraus, standortangepasst und ganz ohne Försters Kettensägen zu
verjüngen und an klimatische Veränderungen anzupassen, ist keine Glaubensfrage mehr, sondern inzwischen wissenschaftlich nachgewiesenes Faktum. Eine Tatsache ist allerdings auch, dass dieser Gedanke noch weit davon entfernt ist, automatisch entsprechendes politisches Handeln zu aktivieren. Es gibt also nach wie vor viel zu tun!

Wir bleiben dran und dabei und freuen uns darüber, das weiterhin gemeinsam mit Ihnen zu tun! Liebe Auwaldfreundinnen und – freunde! Wir wünschen Ihnen und uns ein Weihnachten, dass trotz allem und vor allem eines ist: ein Fest des Friedens, der Besinnung auf das, was wesentlich ist, und ein Fest der Freude daran, beisammen zu sein.

Der Vorstand!

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Neue Unterstützer für die Resolution zum 4. Internationalen Leipziger Auenökologiesymposium

Verlesung der Resolution durch Prof. Dr. Bernd Gerken. Screenshot aus dem Livestream

Eine kurze Information für unsere Vereinsmitglieder, Freunde und Besucher dieser Website:

Für die bereits hier (Link) vorgestellte Resolution haben wir inzwischen noch zahlreiche weitere Unterstützer gefunden, so bspw.:

Prof. Dr. Hans Dieter Knapp, Dr. Lutz Fähser, Dr. Siegfried Klaus, die Naturwald Akademie gGmbH, Peter Wohlleben, Prof. Dr. Pierre Ibisch, Robin Wood e.V., Wohllebens Waldakademie u.v.a.m.

Die aktualisierte Resolution finden Sie hier:

Resolution 2. Auflage

Wir werden nun verstärkt weiterhin diese Resolution in die Politik tragen.

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Zu den aktuellen Vorschlägen betreffs des Elsterbeckens

Elsterbecken in Leipzig. Foto: J. Hansmann

Zur Information unserer Mitglieder, Freunde und der Lesenden unserer Website möchten wir hiermit Folgendes zur Kenntnis geben.

Der Leipziger Umwelt- und Naturschutzverein Ökolöwe – Umweltbund Leipzig e.V. hat am 24.11.21 eine Forderung erhoben, das Elsterbecken zu renaturieren (Siehe hier https://www.oekoloewe.de/umweltpolitik-naturschutz-detail/leipzigs-elsterbecken-zum-leben-erwecken.html).

Dieser Vorschlag ist nicht neu, sondern wurde bereits vor einigen Jahren erhoben, wenn er auch damals leider nicht realisiert wurde.

Doch nur, weil der Vorschlag damals keinen Widerhall fand, ist der Vorschlag nicht schlecht, und es ist auch in Ordnung, erneut auf den Vorschlag hinzuweisen.

Was wir aber mit Erstaunen zur Kenntnis nehmen, ist, dass die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen (wie auch der Ökolöwe) den Neubau von Sport- und Erholungsstätten in diesem Bereich bewerben (https://www.l-iz.de/politik/brennpunkt/2021/12/nach-oekoloewe-vorstoss-gruene-bringen-idee-einer-renaturierung-des-elsterbeckens-in-den-stadtrat-423683). Weiterlesen

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Stellungnahme zu einem interessanten Online-Artikel des Deutschen Forstvereins e.V.

Mit großem Interesse und viel Spaß haben wir diesen Online-Artikel auf der Website des Deutschen Forstvereins e.V. gelesen:

https://www.forstverein.de/aktuelles/news.html?tx_news_pi1%5Bnews%5D=994&cHash=f0c350f98dc20d4f0ec676322591c1c3

Sehr gern nehmen wir hiermit dazu Stellung.

Im Artikel geht es um eine Exkursion in der Nordwestaue bei Schkeuditz zum Thema „Spannungsfeld urbane Forstwirtschaft“, organisiert durch das JNF (Junges Netzwerk Forst) und den SFV (Landesverein Sachsen des Deutschen Forstvereins e.V.). Weiterlesen

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Statement von Wolfgang Stoiber zum LVZ-Artikel “Leipziger Stadtförster gewinnen mit Konzept Zukunftspreis des Freistaates” vom 29.11.21

Gesunde Eschen – gefällt an der Hans-Driesch-Straße. Foto: Jan Kaefer

Preisverdächtig? Kahlschlag an der Hans-Driesch-Straße. Foto: Jan Kaefer

In eigener Sache geben wir hiermit den Lesenden unserer Website folgendes Statement unseres Vereinsvorsitzenden zum LVZ-Artikel “Leipziger Stadtförster gewinnen mit Konzept Zukunftspreis des Freistaates” vom 29.11.21 zur Kenntnis:

Wenn Selbstverständlichkeiten EXTRA BESONDERS PREISWÜRDIG SIND, sagt das viel über die aktuelle Situation im Umwelt- und Naturschutz aus. Nach §2 Absatz 4 Bundesnaturschutzgesetz ist die öffentliche Hand angehalten, ihren Flächenbesitz in vorbildlicher Weise im Sinne des Naturschutzes zu bewirtschaften. Wenn nun die Stadt Leipzig nach ihren Abholzungsorgien der letzten Jahre ein paar alte Bäume mehr im Wald stehen lassen will, ist das nicht ansatzweise besonders preiswürdig, sondern selbstverständlich.

Wir gehen davon aus, dass durch die erfolgreiche Klage der GRÜNEN LIGA Sachsen e.V./ NuKLA e.V. ein gewisses Einsehen auf seiten der Stadt Leipzig zu erkennen ist, wofür es aber nicht noch einer besonderen Würdigung durch den Freistaat Sachsen (Sächsisches Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft) in Form eines “Zukunftspreises” bedurft hätte: Anstatt den Forstbetrieb wegen massiver Umweltschäden zu bestrafen, wird er nun mit dem Zukunftspreis belobhudelt.

Manches, was im sog. Totholzkonzept zunächst gut klingt, ist zudem zu geeigneter Zeit fachlich im Detail zu hinterfragen. Die GRÜNE LIGA Sachsen e.V./ NuKLA e.V. werden zu gegebener Zeit in Stellung zu gehen wissen.

Wolfgang Stoiber, Vereinsvorsitzender von NuKLA e.V. Weiterlesen

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Alle wollen was für den Auwald tun – aber erst einmal baut man eine neue Spundwand

Beginnende Bauarbeiten an der Spundwand im Ratsholz November 2021. Foto: J. Hansmann

Ein Beitrag aus dem Aueninstitut für Lebendige Flüsse

Wir haben bereits in einem Beitrag im Juli 2021 über das Ratsholz und die dort geplante Spundwand informiert.1 Inzwischen hat man nun mit den Bauarbeiten begonnen.2

Selbstverständlich kritisieren wir diese Bauarbeiten und diese Spundwand!

Leider ist es sehr schwer bis unmöglich, auf den Bau solcher Hochwasserschutzmaßnahmen Einfluss zu nehmen, und solche Bauvorhaben werden auch mit jahrelanger Vorlaufzeit geplant. Manche Altplanungen werden in unseren Verwaltungsapparaten selbst dann noch durchgeführt, wenn sie dem neuen Stand von Wissenschaft und Technik – ggfs. sogar seit Jahrzehnten schon – nicht mehr entsprechen. Dennoch ist es erstaunlich, wie schizophren der Freistaat in Sachen Auenrevitalisierung ist: einerseits ist man sich der ökologischen Bedeutung des Auensystems bewusst und arbeitet an einem Gesamtkonzept3 – andererseits wird nun durch die Landestalsperrenverwaltung eine fast 700 Meter lange Spundwand verbaut (nachträgl. Anmerkung: nach Informationen eines anonymen Hinweisgebers kann die geplante Spundwand auch kürzer sein, allerdings erstreckt sich die Baustelle 700 Meter entlang des Deichs, und wir kritisieren auch eine kürzere Spundwand). Weiterlesen

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Neue Forderungen nach einer ökologischen Waldwende

Kahlschlag in der Noitzscher Heide

Kahlschlag in der Noitzscher Heide Mai 2020. Foto: J. Hansmann

Hiermit geben wir den Lesern und Leserinnen unserer Website folgende Forderungen des Umweltverbandes „Naturschutzinitiative e.V. (NI)“ und zahlreicher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach einer Ökologischen Waldwende zur Kenntnis.

Autoren dieser Forderungen und Handlungsempfehlungen sind: Prof. Dr. Eberhard Fischer, AG Botanik und Biodiversitätsforschung, Universität Koblenz-Landau; Dr. Martin Flade, Buchenwaldexperte und Wissenschaftlicher Beirat der Naturschutzinitiative e.V. (NI); Dr. Dorothee Killmann, AG Botanik und Biodiversitätsforschung, Universität Koblenz-Landau; Harry Neumann, Bundesvorsitzender der NI; Norbert Panek, Buchenwaldexperte und Wissenschaftlicher Beirat der NI; Dr. habil. Susanne Winter, Buchenwaldexpertin, Programmleiterin Wald WWF.

Die Forderungen und Handlungsempfehlungen können sie unter folgendem Link lesen:

https://naturschutz-initiative.de/pressemitteilungen/1098-16-11-2021-pm-oekologische-waldwende-jetzt

Mögen diese Forderungen und Handlungsempfehlungen an entsprechenden Stellen und in den entscheidenden Schaltzentralen gehört werden!

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